GESCHICHTE DES VEREINS 1909-1945

 
1909-1916
Auf Anregung des damaligen Rektors des K├Âniglichen Gymnasiums Wurzen, Prof. Dr. Otto Eduard Schmidt (1855-1945), wird am 14. Januar 1909 im Hotel Stadt Wurzen der Wurzener Geschichts- und Altertumsverein gegr├╝ndet. Die ├╝ber 40 Gr├╝ndungsmitglieder m├Âchten bei-tragen "zur Pflege der heimatlichen Geschichte und zur Erhaltung wichtiger Reste der Urzeit" und "Heimatschutz und volkskundliche Bestrebungen" tatkr├Ąftig unterst├╝tzen. 1910 ├╝bernimmt nach Weggang von Prof. Dr. Schmidt der bisherige Schriftf├╝hrer Prof. Dr. Ernst M├Ąschel, ebenfalls Lehrer am Wurzener Gymnasium des Vereinsvorsitz. 1912 hat der Verein bereits 202 Mitglieder, haupts├Ąchlich Lehrer, Unternehmer, Kaufleute, ├ärzte, Juristen, Beamte.

Der Verein begr├╝ndet eine heimatgeschichtliche Sammlung, eine eigene Bibliothek und legt ein Foto-Archiv an. Gleichzeitig organisiert er eine rege Vortragst├Ątigkeit. Ab 1910 erschei-nen die "Mitteilungen des Wurzener Geschichts- und Altertumsvereins" (unregelm├Ą├čig bis 1937, insgesamt 4 B├Ąnde in 8 Heften; Gesamtregister 1929).

1924-1945
Nach der praktischen Unterbrechung der Vereinsarbeit durch den 1. Weltkrieg und die Nach-kriegskrise nimmt der Verein unter Prof. Dr. M├Ąschel seine Arbeit wieder auf. Neben der "Sammlung von Altert├╝mern" nimmt die publizistische T├Ątigkeit von Vereinsmit-gliedern (v.a. im "Wurzener Erz├Ąhler") einen breiten Raum ein. Als neues Thema wird die Vor- und Fr├╝hgeschichte des Wurzener Landes erschlossen (in erster Linie durch den in Wurzen geborenen Arch├Ąologen Werner Radig).

1927 entsteht unter Federf├╝hrung von Prof. Dr. M├Ąschel das St├Ądtische Heimatmuseum. Zu diesem Zweck werden die Sammlungen des Vereins, das private ortsgeschichtliche Museum des Druckereibesitzers Jacob und Exponate aus den Best├Ąnden der Stadt im Rathaus am Markt zusammengef├╝hrt.

1936 verl├Ąsst Prof. Dr. M├Ąschel Wurzen. Er weicht sicherlich auch dem zunehmenden Druck seitens der Kollegen und Vereinsmitglieder, die der nationalsozialistischen Ideologie erlegen sind. Unter Dr. Mattick wird der Verein und das St├Ądtische Heimatmuseum (seit 1937 im Stadt-haus untergebracht) inhaltlich und organisatorisch gleichgeschaltet. Ab 1939 wird die Vereinsarbeit praktisch eingestellt. Im Sommer 1945 wird der Wurzener Geschichts- und Altertumsverein - wie alle Vereine - von der sowjetischen Besatzungmacht aufgel├Âst.


(Wolfgang Ebert, Ortschronist/ Schriftf├╝hrer des Vereins)

 

1991-2008

Nach dreimonatiger Vorbereitungszeit wird am 17. Oktober 1991 im Ringelnatzhaus der Wurzener Geschichts- und Altstadt-Verein gegr├╝ndet. Der Verein unter dem Vorsitzenden Gerhard Grunwald aus Roitzsch versteht sich von Anfang an gem├Ą├č seiner Satzungsziele und seinem Selbstverst├Ąndnis als Fortsetzer des 1945 aufgel├Âsten Vereins.
Bis heute sehen sich seine Mitglieder vor allem in der Pflicht beim Einsatz f├╝r den Erhalt der historischen Bausubstanz der Stadt und ihrer typischen st├Ądtebaulichen Eigenarten sowie bei der F├Ârderung der Erforschung der Geschichte der Stadt und des Wurzener Landes.

Der Verein hatte bislang wesentlichen oder gar entscheidenden Anteil am Auffinden und an der Wiedererrichtung der Wettins├Ąule auf dem Wettinerplatz (1996), an der Erneuerung des so genannten Margarethenkreuzes an der Mulde (1998), bei der Sanierung des Pesth├Ąuschens auf dem fr├╝heren Alten Friedhof (1999) oder bei der Planung, Finanzierung und beim Bau eines Stadtmodells Wurzen 1820 f├╝r das Kulturgeschichtliche Museum der Stadt (1998-2006).

Best├Ąndige Kennzeichen der Au├čenwirkung des Vereins waren bisher z.B. die regelm├Ą├čigen Stadtf├╝hrungen durch den Stadtchronisten mit einheimischen und ausw├Ąrtigen Teilnehmern oder die vielen Ver├Âffentlichungen ├╝ber heimatgeschichtliche Themen durch Richard Klinkhardt (Ehrenmitglied des Vereins 2005, Ehrenb├╝rger der Stadt 2006).

Mitgliederschwund und ├ťberalterung, auch zunehmende Lethargie der verbliebenen Mitglieder haben in den letzten Jahren die Wirksamkeit des Vereins stark eingeschr├Ąnkt, so dass im April seine Aufl├Âsung ins Auge gefasst wurde.

 

Bericht zur Arbeit des Vereins 2009 bis 2013


1. Vorbemerkung

Unserer Stadt hat vor zwei Jahren das 1050-j├Ąhrige Jubil├Ąum ihrer Ersterw├Ąhnung gefeiert, einen Geschichtsverein gibt es seit ├╝ber 100 Jahren in der Stadt und unser Wurzener Geschichts- und Altstadt-Verein arbeitet seit ├╝ber 20 Jahren nach seiner Neugr├╝ndung. Fragen an die Vergangenheit werden immer wieder aufs Neue gestellt, das ist ein menschliches Grundbed├╝rfnis, auch ohne Historiker zu sein; die Antworten waren und werden sich aber nie gleichen. Doch das geschichtlich wache Nachdenken ├╝ber die Vergangenheit unserer Stadt ist viel ├Ąlter als unsere Vereinst├Ątigkeit und die unserer Vorg├Ąnger. Herausragend f├╝r unsere Stadt kann daf├╝r die "Historie der Chur-S├Ąchsischen Stifts-Stadt Wurzen", zusammengetragen von Christian Sch├Âttgen und verlegt bei Johann Christian Martini in Leipzig 1717, genannt werden. Und wenn wir das bevorstehende Jubil├Ąum im Jahr 2014 anl├Ąsslich der Gr├╝ndung des Wurzener Stifts vor 900 Jahren denken, k├Ânnen wir hier sicherlich noch viel mehr "Nachgedachtes und Aufgeschriebenes" erahnen. Was die Vernunft f├╝r die einzelne Person, das ist die Geschichte f├╝r das menschliche Geschlecht. So schrieb Arthur Schopenhauer 1819 und meinte auch sinngem├Ą├č, da├č eine Stadt, die ihre eigene Geschichte nicht kennt, dann auch sich selbst und die eigene Gegenwart nicht erkennen kann. Geschichtskenntnis ist bei Schopenhauer die Basis f├╝r das vern├╝nftige Selbstbewusstsein des menschlichen Geschlechts. Heute meinen wir, das Wissen um unsere Geschichte kann selbstbewusst machen und oftmals auch stolz. In diesem Sinne arbeiten wir und sch├Âpfen daraus unsere Daseinsberechtigung. Wie viel Geschichte als Form des kollektiven Ged├Ąchtnisses braucht eine Stadt und wie viel haben wir als Geschichtsverein dazu beigetragen, k├Ânnte man fragen? Unsere Bilanz ist nicht unerfreulich. Der Wurzener Geschichts- und Altstadt-Verein wurde als Nachfolger des fr├╝heren Wurzener Geschichts- und Altertumsvereins 1991 gegr├╝ndet. Unter dem Vorsitz von Gerhard Grunwald und seinem Stellvertreter Horst Gillert konnte in den ersten 10 Jahren eine erfolgreiche Arbeit bei der Bewahrung und Erforschung der Wurzener Geschichte realisiert werden. Stellvertretend soll an drei bedeutsame Arbeitsobjekte erinnert werden. Das ist erstens die Regie bei der Sanierung des Wurzener Pesth├Ąuschens, das ist zweitens die Wiedererrichtung der Wettin-S├Ąule in Wurzen und drittens die Organisation und Fertigstellung des "Wurzener Stadtmodells 1820" und dessen Pr├Ąsentation im Museum der Stadt. Diese Aufgabe wurde insbesondere durch die Arbeit von Frau Dr. Regina Schmidt und Wolfgang Ebert gew├Ąhrleistet. Eine Standortbestimmung unseres urbanen Raumes, das gegenw├Ąrtige Leben aus den gro├čen ├ťberlieferungen zu begreifen, die Vergangenheit als Fundament zu sehen, auf dem Zuk├╝nftiges gedacht und bewirkt werden kann, ohne die Aktualit├Ąt aus dem Blick zu verlieren; das war in den letzten Jahrzehnten zunehmend das Arbeitsfeld von unserm Stadtchronisten und stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Wolfgang Ebert. Dazu z├Ąhlen insbesondere sein Buch "Historisch-topografischen Lexikon der Stadt Wurzen" in mehrfachen Auflagen oder die brillanten Laudationes anl├Ąsslich der Ehrenb├╝rgerw├╝rde f├╝r Superintendent Horst Schulze 2005 und Richard Klinkhardt 2006 und j├╝ngst die Arbeiten zum "Wurzener Land" neben vielen, vielen anderen Dingen. Im Dezember 2008 erfolgte mit der Neuwahl des Vorstandes und der ├ťbernahme des Vor-sitzes durch Oberb├╝rgermeister a. D. Dr. J├╝rgen Schmidt eine neue Profilierung der Vereins-arbeit. Als Stellvertreter und Schriftf├╝hrer wurde Wolfgang Ebert, als Schatzmeister Sven Reinhart, als Beisitzer Ernst Petter und Dr. Regina Schmidt gew├Ąhlt. Nachfolgend sollen die wesentlichsten Ergebnisse der Arbeit chronologisch dargestellt werden. Doch Bilanzen und Regsamkeit allein bedeuten noch keine Rechfertigung. Wir wollen als Verein nicht nur Illustrator und Vermittler der vielf├Ąltigen geschichtlichen Gedankeng├Ąnge oder kommentierender Besserwisser sein, sondern ich sehe uns eher als nachdenklicher und intellektueller Begleiter unseres st├Ądtischen Lebens, manchmal auch als Mahner, wenn allein Oberfl├Ąchen der Gegenwart den Blick in die Vergangenheit, in die "st├Ądtischen Tiefenschichten" verschleiern. Schiller hat in Jena seine Studenten gefragt, warum sie Universalgeschichte studieren. Er hat gewusst, da├č Wissen und Weisheit etwas mit Erfahrung, Beobachtung und Sehen zu tun haben und zur Bildung das geschichtliche Nachsinnen geh├Ârt. In diesem Sinne arbeiten unz├Ąhlige Geschichtsvereine in der ganzen Welt und wir haben im letzten Jahr eine solche bewusste Haltung in Frankreich bei unserem Besuch in Saint Pol im Rahmen unserer Denkmalaktion erleben d├╝rfen.

 

2. Das Jahr 2009
Am 23. April 2009 fand die turnusm├Ą├čige Mitgliederversammlung statt. Hierbei wurde der eigene Internetauftritt des Vereins vorgestellt und die Homepage des Vereins erl├Ąutert. Der Internetauftritt ist zu einem wesentlichen Kommunikationskanal des Vereins geworden und die Analyse der Zugriffe in den Folgejahren zeigt das gro├če Interesse an den Ver├Âffent-lichungen und Mitteilungen des Vereins in diesem Medium. Ein weiterer H├Âhepunkt in dieser Mitgliederversammlung war der Festvortrag zum 100. Gr├╝ndungsjubil├Ąum des Wurzener Geschichts- und Altertumsvereins, der vom Stadtchronisten und stellvertretenden Vereins-vorsitzenden Wolfgang Ebert gehalten wurde.

Traditionell wie in den Vorjahren organisierte der Verein vier thematische Stadtrundg├Ąnge, die mit gro├čer Beteiligung verliefen. ├ťber Jahre hinweg sind die Stadtspazierg├Ąnge eine publikumswirksame Aktion, um mit der unmittelbaren Wurzener Stadtgeschichte vertraut zu machen. Im Rahmen des Tages des offenen Denkmals 2009 wurde gemeinsam mit Superintendent Horst Schulze der Besuch des Doms St. Marien zu Wurzen gestaltet. F├╝r die G├Ąste an diesem Tag hatte Wolfgang Ebert eigens eine kleine Brosch├╝re ├╝ber die Geschichte und Gestaltung des Doms angefertigt.

Das Jahr war auch gepr├Ągt vom 20-j├Ąhrigen Erinnern an die friedliche Revolution im Herbst 1989. Aus diesem Grund hatte der Geschichtsverein zu einer Gespr├Ąchsrunde unter der Mode-ration des Vereinsvorsitzenden ├╝ber die Erinnerungen und Folgewirkungen dieses geschicht-lichen Ereignisses eingeladen. Am 29.10.2009 diskutierten Tobias Hollitzer -Leiter des Muse-ums Runde Ecke Leipzig, Horst Schulze - Superintendent i. R., Ehrenb├╝rger von Wurzen und Leiter des ehemaligen runden Tisches Wurzen, Lutz Otto - B├╝rgerrechtler und Mitglied des ehemaligen Neuen Forums und heutiges Mitglied der Kreistag Wurzen Stiftung sowie Wolfgang Ebert, Stadtchronist. Die Veranstaltung hatte gro├čen Zuspruch erfahren und war auch von einer intensiven Diskussion mit den Besuchern gekennzeichnet.

Der Geschichtsverein konnte in diesem Jahr einen wirksamen Beitrag zum materiellen Denk-malschutz in der Stadt Wurzen leisten. Unter Regie des Vereins und bei Mitwirkung der Stadtverwaltung Wurzen f├╝r die Beschaffung von F├Ârdermitteln erfolgt eine grundlegende Sanierung der Postmeilens├Ąule durch den Wurzener Restaurator Ernst. In einer gemeinsamen Veranstaltung mit vielen Sponsoren f├╝r diese Aktion wurde die Postmeilens├Ąule im Herbst 2009 der ├ľffentlichkeit ├╝bergeben. Im Dezember beendete der Verein das Arbeitsjahr mit einer Weihnachtsfeier im Blauen Saal des Schweizergartens. Als absoluter Jahresh├Âhepunkt kann die Exkursion der Vereinsmitglieder nach Burkartshain zum Besuch der sanierten Kirche und dem anschlie├čenden gemeinsamen Kaffeetrinken im Gemeindehaus angesehen werden. Bei sehr breiter Teilnahme der Vereinsmitglieder war es ein voller Erfolg, dass sowohl der bauleitende Architekt Klaus Trylus umfassende Informationen zur baulichen Sanierung der Kirche gab, als auch der verantwortliche Restaurator H├Âhne aus Hohburg ├╝ber Details der Arbeit informieren konnten. Das Ganze wurde durch die Worte von Pfarrer Schoene zur Kirchengeschichte abgerundet. Mit dieser gemeinsamen Exkursion wurden neue Mitglieder und G├Ąste im Verein willkommen gehei├čen und eine markante Z├Ąsur f├╝r die Vereinsarbeit gesetzt.

 

3. Das Jahr 2010
Das Jahr 2010 war getragen vom Start umfassender Recherchearbeiten zur Vorbereitung eines historisch-topografischen Lexikons "Das Wurzener Land" als Fortsetzung der erfolgreichen Ver├Âffentlichung von Wolfgang Ebert "Historisch-topografisches Lexikon der Stadt Wurzen". Ab 1. Februar 2010 konnte eine Projektgruppe von 7 Personen organisiert werden, welche die Zusammenarbeit mit dem Betrieb f├╝r Grundsicherung und Arbeit des Landratsamtes erm├Âglichte. In diesem Sinne stand auch die Mitgliederversammlung am 22. April unter der thematischen Richtung, die sich an die bevorstehenden Jubil├Ąen, die 1050 Jahr-Feier der Stadt im Jahr 2011 sowie die 900 Jahr-Feier des Wurzener Landes im Jahr 2014, orientierte. Stadtchronist Wolfgang Ebert hielt einen Fachvortrag mit umfangreichem fotografischem Material zum Thema "Wurzen und das Wurzener Land - Ereignis und Ergebnis von ├╝ber 1000 Jahren; Eine Pr├Ąsentation in Wort und Bild". Die Power-Point-Pr├Ąsentation wurde in die Internetpr├Ąsentation des Vereins aufgenommen.

F├╝r die Vereinsarbeit erfolgte im Jahr 2010 der Druck von Briefb├Âgen und Werbeflyern. Der Geschichtsverein hatte am Tag des offenen Denkmals zu einem Spaziergang entlang des Jacobsweges durch die Stadt Wurzen eingeladen. Hierbei konnten erfolgreich drei F├╝hrungen absolviert werden, die jeweils in der Katholischen Kirche mit einem Orgelvorspiel durch Matthias Schmidt starteten. Die F├╝hrungen wurden von Wolfgang Ebert geleitet.

Ein H├Âhepunkt im Vereinsleben war die Exkursion des Geschichtsvereins Ende September nach R├Âcknitz und der Besuch des dortigen Herrenhauses und der Kirche. In der Kirche infor-mierte Pfarrer Carlitz ├╝ber die Geschichte dieses Denkmals, zuvor fand ein kleines Orgel-konzert durch Matthias Schmidt statt und im Herrenhaus wurde die F├╝hrung durch den Vor-sitzenden des R├Âcknitzer Heimatvereins Herrn Schubert gestaltet. Zum Jahresabschluss der Vereinsarbeit trafen sich die Mitglieder wieder geselliger Runde bei Gl├╝hwein, Pfefferkuchen und vielen belegten Br├Âtchen im Blauen Saal des Schweizergartens Anfang Dezember.

Die Stadt Wurzen hat eine finanzielle Spende eines Wurzener B├╝rgers f├╝r die Sanierungs- und Gestaltungsarbeiten im Alten Friedhof und speziell des Ehrenmals f├╝r die Gefallenen des 1. Weltkrieges erhalten. Der Spender hat dabei ausdr├╝cklich die Mitwirkung des Stadtchro-nisten und stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Wolfgang Ebert sowie des Vorstandes des Geschichtsvereins an diesen Arbeiten gew├╝nscht. Seitens der Stadtverwaltung wurde im Jahr 2010 mit den Sanierungsarbeiten am Kriegerehrenmal begonnen. Der leitende Architekt dieser Arbeiten, Herr Hartmut Krause, als auch der Chef des Planungsb├╝ros f├╝r die Gestaltung des gesamten Friedhofsgel├Ąndes, Herr Dr. Fiebig, f├╝hrten Ende Oktober im Rahmen der Stadtspazierg├Ąnge ├╝ber den Friedhof und informierten ├╝ber die realisierten und weiter geplanten Arbeiten. ├ťber 60 Wurzener und Ausw├Ąrtige nahmen diese Gelegenheit wahr.

Anl├Ąsslich seines 80. Geburtstages wurde Herr Manfred M├╝ller, Hohburg, f├╝r die ├╝ber 50-j├Ąhrige Rundblick-Arbeit als Ehrenmitglied in unseren Wurzener Geschichts- und Altstadt-Verein aufgenommen.

 

4. Das Jahr 2011
Die Fortf├╝hrung der Projektarbeiten zur Materialfindung f├╝r das Topografische Lexikon "Das Wurzener Land" pr├Ągte das Jahr 2011. Dabei ├╝bernahm von Anbeginn Wolfgang Ebert die gesamte Regie der inhaltlichen Arbeiten und die dementsprechende Anleitung der Mitarbeiter, die Organisation der Projektgruppe in Verbindung mit dem Betrieb f├╝r Grundsicherung und Arbeit sowie die damit verbundenen umfangreichen Formalit├Ąten lagen in den H├Ąnden des Vereinsvorsitzenden Dr. J├╝rgen Schmidt.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung im April 2011 hielt Wolfgang Ebert einen Vortrag in Wort und Bild zum Thema "Salzstra├čen, B├Âhmische Steige und das Wenzels Patrozinium in Wurzen".

Das gesamte Jahr 2011 war gekennzeichnet durch die Mitwirkung des Vereins an den Aktionen im Rahmen des Jubil├Ąums anl├Ąsslich der Ersterw├Ąhnung der Stadt vor 1050 Jahren. So hat Wolfgang Ebert einen umfangreichen Erstentwurf f├╝r die inhaltliche Konzeption eines Festumzuges der Stadt Wurzen im Rahmen des Stadtfestes erarbeitet, gleichwohl wurde dann der Festumzug inhaltlich in Eigenregie durch die Stadt Wurzen vorbereitet und organisiert. Vom Standort des Wettiner Platzes kommentierten Dr. J├╝rgen Schmidt und Wolfgang Ebert im Auftrag der Stadtverwaltung ├Âffentlichkeitswirksam den gesamten Festumzug.

Bereits Anfang September wurde im Rahmen der Festlichkeiten zum Stadtjubil├Ąum ein Vortragsabend des Vereinsmitgliedes und des Wurzener dichtenden Koches, Herrn Ralf Hunger, durchgef├╝hrt. Kurze Zeit sp├Ąter erfolgte im Rahmen des Tages des offenen Denkmals die Pr├Ąsentation des Alten Rathauses Wurzen als gemeinsame Veranstaltung mit dem Museum der Stadt und der Musikschule Muldental. Nach dem Rathausrundgang konnten in der Galerie eine Tanz- und Musikdarbietung erlebt werden und anschlie├čende pr├Ąsentierte die Museumsleiterin Frau Dr. Jung die B├Âtticher-Ausstellung. Hierbei wurde ein au├čerordentlich hohes k├╝nstlerisches Niveau durch die Gemeinsamkeit der drei beteiligten Institutionen erreicht, welches das zahlreiche Publikum bei mehreren Durchg├Ąngen umfassend dankte.

Aus Anlass der Erinnerung an den 100. Geburtstag des Wurzener Denkmalsch├╝tzers und Grafikers Arthur Zieger hatte der Verein zu einer Abendveranstaltung eingeladen. Der Sohn von Arthur Zieger, Rainer Zieger, war auf Einladung aus Berlin angereist und berichtete aus seinen Erinnerungen an seinen Vater. Leider konnte aus den Best├Ąnden des Wurzener Museums keine Pr├Ąsentation aus dem Nachlass von Arthur Zieger gezeigt werden. Dessen ungeachtet war eine Reihe von Exponaten durch die Familien Manfred und Matthias M├╝ller an diesem Abend ausgestellt.

Weiter im Sinne des Stadtjubil├Ąums wurde noch im November eine Abendveranstaltung zum Thema der Wurzener Postgeschichte organisiert, die ebenfalls ein breites Publikum interessierte.

Das Jahr 2011 war durch umfangreiche Ver├Âffentlichungen von Vereinsmitgliedern gekennzeichnet. Vereinsvorsitzender Dr. J├╝rgen Schmidt hatte bereits in seiner Antrittsrede 2008 darauf hingewiesen, dass insbesondere die ├ľffentlichkeitsarbeit und die damit verbundene Publizierung von Schriften zur Stadtgeschichte ein Schwerpunkt der Arbeit sein sollte. In diesem Sinne konnte von Wolfgang Ebert im Sax-Verlag ein neuer Wurzener Stadtf├╝hrer herausgegeben werden. Gleichzeitig wurde durch die Autoren Dr. J├╝rgen Schmidt und Dr. Hans-Rainer Baum eine Ver├Âffentlichung ├╝ber die Wurzener B├╝rgermeister seit 1832 gemeinsam mit der Wurzener Druckerei Bode auf den Weg gebracht.

Diese Ver├Âffentlichungen als auch die gesamte Vereinsarbeit wurde im Rahmen des Stadtfestes der Stadt Wurzen aus Anlass des Stadtjubil├Ąums mit einem eigenen Informations-stand einem breiten Publikum nahe gebracht.

Zu Jahresanfang hatte der Verein den Direktor des Universit├Ątsarchivs Leipzig, Herrn Dr. Jens Blecher, zu einem Vortrag ├╝ber Hermann Ilgen eingeladen. Dr. Blecher hat ├╝ber die Biografie von Hermann Ilgen geforscht. Aus diesem gut besuchten Vortragsabend heraus entstand die Idee, sich in einer umfassenderen Biografie der Person Hermann Ilgens als Wurzener Ehrenb├╝rger, Domherr, Kunstm├Ązen und umfangreichem F├Ârderer der Stadt Wurzen zu widmen und damit eine bisher unverst├Ąndliche publizistische L├╝cke zu schlie├čen. Unter Regie von Dr. J├╝rgen Schmidt konnte der Kontakt zur Hermann-Ilgen-Stiftung Dresden organisiert und das Interesse der Stiftung an einer Ilgen-Biografie fixiert werden. Mit der Stiftung gibt es ein abgestimmtes Konzept, um in den kommenden Jahren die Biografie als Sammelband verschiedener Artikel zu Hermann Ilgen vorlegen und mit finanzieller Hilfe der Stiftung auch ver├Âffentlichen zu k├Ânnen.

Ende 2011 wurde durch verschiedene Personen festgestellt, dass die Schatulle am Ehrenmal f├╝r die Gefallenen des 1. Weltkrieges auf dem Alten Friedhof, welche Erde von Schlacht-feldern in Frankreich enthielt, entwendet wurde. Seitens der Vereinsf├╝hrung bestand darauf hin sofort die Vorstellung, im Rahmen der Restaurierung des gesamten Denkmals eine Neuanfertigung einer kupfernen Schatulle zu organisieren und ├╝ber die St├Ądtepartnerschaftsbeziehungen nach Warstein und St. Pol auch in einer w├╝rdigen Art die gem├Ą├č der fr├╝heren Intention franz├Âsische Erde wieder zu beschaffen. Dar├╝ber wurde w├Ąhrend der Vereinsversammlung zu Jahresende informiert.

Ausdruck der Wertsch├Ątzung der Vereinsarbeit war im Jahr 2011 die ├ťbergabe eines Wandmosaiks aus Tonkacheln an den Verein. Wurzener B├╝rger hatten dieses Wandmosaik aus dem ehemaligen Offizierskasino der Garnison Wurzen der russischen Streitkr├Ąfte geborgen und vor Vandalismus bewahrt. Es wird angenommen, dass dieses Wandmosaik aus der Zeit der Nutzung dieses Geb├Ąudes durch die Wurzener Gro├čloge resultiert. Seitens des Vereins wurde erreicht, dass Fliesenlegermeister Maa├čdorf dieses Wandmosaik nach Vorstellungen der Stadtverwaltung im Stadthaus anbringt und unser Verein dieses Objekt als Dauerleihgabe f├╝r die ├ľffentlichkeit pr├Ąsentiert.

Das veranstaltungsreiche Jahr 2011 wurde mit der Weihnachtsfeier bei Gl├╝hwein, belegten Br├Âtchen, Obst und Pfefferkuchen beendet. Als kultureller H├Âhepunkt konnte der lange ver-schollene und nun aufgefundene filmische Beitrag ├╝ber den Festumzug zur 1000-Jahr-Feier der Stadt Wurzen aus dem Jahre 1961 gezeigt werden. Den Film kommentierte Wolfgang Ebert, er hatte bereits als Abiturient bei der inhaltlichen Konzipierung dieses Festumzuges mitgewirkt.

 

5. Das Jahr 2012
Das Jahr 2012 hat sich in einer au├čerordentlich gro├čen Form f├╝r den Verein entwickelt, die zu Jahresanfang so nicht erkennbar war. Ein erster H├Âhepunkt war die Mitgliederversammlung im April. Seit Anfang des Jahres stand der Verein in der ├Âffentlichen Wahrnehmung durch die Aktion Erde aus Frankreich f├╝r das Denkmal auf dem Alten Friedhof und eine Stra├čenbenennung nach dem Ehrenb├╝rger der Stadt und unserem Ehrenmitglied Richard Klinkhardt. Wir hatten bei der Stadtverwaltung den Antrag auf Namensgebung der Verbindungsstra├če zwischen B 6 und Bahnhof nach Richard Klinkhardt gestellt und eine positive Reaktion erhalten. Im Mai konnte in Beisein von Familienvertretern und Freunden des Geehrten, von Vertretern der Stadtverwaltung und des Stadtrates sowie unseres Vereines in einer feierlichen Zeremonie das neue Stra├čenschild durch den Oberb├╝rgermeister und unseren Vereinsvorsitzenden enth├╝llt werden. Damit hat Richard Klinkhardt durch uns eine weitere besondere und dauerhafte Verankerung in der Stadtgeschichte gefunden. Nat├╝rlich war die Aktion "Erde aus Frankreich" eine ├╝beraus anspruchsvolle Arbeit und f├╝r den Vereinsvorstand die Dauerbesch├Ąftigung im ersten Halbjahr 2012. Mit Hilfe der Partner- stadt Warstein gelang es, den Kontakt nach Frankreich in die Picardie herzustellen, dahin, wo das Wurzener Infanterieregiment in der Somme-Schlacht gek├Ąmpft hatte. Die Vorbereitung hat zu intensiven Kontakten zum Partnerschaftsverein Warstein als auch zur dortigen Presse gef├╝hrt, die den ganzen Prozess ausf├╝hrlich begleitete. Bei Mitwirkung von B├╝rgermeister Gerald Lehne wurde die Finanzierung der Neuanfertigung der Schatulle f├╝r das Denkmal bei Metalldr├╝cker Christoph M├╝ller Wurzen gekl├Ąrt. Mit gro├čer finanzieller Unterst├╝tzung durch die Firmen Liftket, Familie H├╝hn, und Metallbau Petter und konnte die Fahrt nach Frankreich organisiert werden. Im Mai haben sich Wolfgang Ebert, Dr. J├╝rgen und Dr. Regina Schmidt sowie Ernst und Johanna Petter auf den Weg gemacht und mit Zwischenstopp in Warstein ging es mit dortigen Vertretern weiter Richtung Frankreich. Zu zehnt kamen wir in Saint Pol an und wurden herzlich begr├╝├čt. Eine erste Gedenkveranstaltung fand unmittelbar an Anreisetag f├╝r die Gefallenen der Kriege von Saint Pol statt und wir hatten eine Einpflanzung mit Trauerflor daf├╝r mitgebracht. Unter Leitung des B├╝rgermeisters nahmen eine gro├če Zahl von Stadtr├Ąten und die Kriegsveteranenvereine an der Gedenkveranstaltung teil. Einen Tag sp├Ąter hatten uns die franz├Âsischen Freunde nach Mamet gef├╝hrt, wo zuerst erneut eine Gedenkveranstaltung am Denkmal f├╝r die Gefallenen stattfand und wir dann gemeinsam mit den Gemeinderat, dem Fahnentr├Ąger des Ortes und vielen Kindern und B├╝rgern auf das Terrain des ehemaligen Schlachtfeldes gef├╝hrt worden, um in einer bewegenden Zeremonie blutgetr├Ąnkte Erde nach fast 100 Jahren f├╝r unser Wurzener Denkmal zu entnehmen. Die Aktion wurde in Frankreich, in Warstein und auch in Wurzen medienwirksam dargestellt. In Frankreich waren wir augenscheinlich die ersten Deutschen, die hier den Toten der Somme-Schlacht gedachten, da ├╝berwiegend Besucher aus England und den Commonwealth-Staaten ihren Toten "mit touristischem Anstrich" geden-ken. B├╝rgermeister Brunell aus Mamet nahm unsere Aktion mit zum Anla├č, um seinen Antrag auf Anerkennung des Somme-Gebietes als Weltkulturerbe wegen der gewaltigen Schlacht in ersten Weltkrieg, die f├╝r uns Deutsche so trefflich von Ernst J├╝nger in seinem Buch "Unter Stahlgewittern" geschildert wurde, zu bekr├Ąftigen. Es ist eine intensive Freundschaft mit den Warsteinern und den Vertretern der Partnerschaftsvereine in Saint Pol und Mamet und unserem Geschichtsverein entstanden.

Vierzehn Tage sp├Ąter wurde unter Beteiligung der Lokalpresse und des Lokalfernsehens in Wurzen in der Metalldr├╝ckerei M├╝ller die neu hergestellte Kassette mit der franz├Âsischen Erde gef├╝llt. Ernst Petter, unser Vorstandsmitglied, hat ├╝ber die gesamte Aktion einen Film gedreht, der zur Jahresabschlussveranstaltung des Vereins gezeigt wurde und ebenfalls den Freunden in Warstein und Frankreich zugestellt wird. In Abstimmung mit dem Oberb├╝rgermeister R├Âglin wurde im Juni zur feierlichen Wiedereinsetzung der Kassette im Denkmal auf dem Wurzener Alten Friedhof eingeladen und ├╝ber hundert B├╝rger wohnten der Veranstaltung bei. F├╝r unsere G├Ąste aus Warstein und Saint Pol war es eine beeindruckende und w├╝rdige Regie, in deren Rahmen wir die Kassette mit franz├Âsischer Erde feierlich wieder am alten Ort im Denkmal verankerten. Nach der Feierstunde hatten wir als Verein unsere G├Ąste zu einem Sommerfest nach Gro├čzschepa zur Familie Dr. Schmidt eingeladen und hier praktizierte Frau Dr. Regina Schmidt exzellente Gastfreundschaft, die alle Mitglieder und Freunde aus Warstein und Frankreich begeisterte. Als "Nebeneffekt" konnten wir im Konflikt mit der Wurzener Standortinitiative und des Netzwerkes D5 vom Domplatz um eine Neugestaltung bzw. Umgestaltung des Denkmals f├╝r die Gefallenen des Ersten Weltkrieges entscheidend B├╝rgermeinungen aktivieren und so eine "k├╝nstlerische Verunstaltung" des bundesweit beachteten Denkmals von Wrba mit verhindern.

In einer Beratung mit KMD und Domherr Johannes Dickert informierten Dr. J├╝rgen Schmidt und Wolfgang Ebert ├╝ber die Vereinsaktivit├Ąten in Vorbereitung des 900-j├Ąhrigen Gr├╝ndungsjubil├Ąums des Stiftgebietes Wurzen und lieferten wesentliche Impulse f├╝r das k├╝nftige Programm des Domkapitels.

Die Vorbereitung der Ilgen-Biografie wurde weiter vorangetrieben. Dr. J├╝rgen Schmidt hat mit dem Fotograf Peter Kayenberg, Brandis, die Fotoaufnahmen f├╝r die Artikel der zwei Dresdener Autoren Dr. Holger Starke und Dr. Volker Helas realisiert. Die Artikel aus Wurzener Sicht mit den Autoren Superintendent Horst Schulze, Ortschronist Wolfgang Ebert, Museumsleiterin Dr. Sabine Jung und Vereinsvorsitzenden Dr. J├╝rgen Schmidt wurden fertig gestellt, ebenso die zwei Hauptartikel aus der Hand des Direktors des Universit├Ątsarchivs Leipzig Dr. Jens Blecher. Die Vorstandmitglieder der Hermann-Ilgen-Stiftung Frau Dr. Dalbajewa und Frau Zei├čig kamen zur Abstimmung der Arbeiten nach Wurzen und der Vereinsvorsitzende f├╝hrte beide durch Museum und Dom. Die Materialsammlung zum Projekt Wurzener Land konnte abgeschlossen werden, eine erste Manuskriptfassung f├╝r die ├╝ber zehn Ortschaften des fr├╝heren Wurzener Landes ist erstellt und mit den dortigen Ortschronisten abgestimmt worden.


6. ├ťbersicht ├╝ber die thematischen Stadtf├╝hrungen
Im Jahr 2009:

  1. Fr├╝hlingswanderung am M├╝hlgraben und in der Aue
  2. Auf den Spuren der Verkehrs- und Postgeschichte der Stad
  3. t
  4. Wanderungen zum Wachtelberg und Besuch des Bismarck-Turms
  5. Rundgang auf dem neuen Friedhof

Im Jahr 2010:

  1. Fr├╝hlings- und Weichbildwanderung durch Wurzen
  2. Vom Kieselberg durch die Pletzschwitzer Felder zum Spitzberg
  3. Auf Via Regia und Jacobsweg - von der Saugrube zu den Fuchsbergen
  4. Rundgang auf dem Friedhof

Im Jahr 2011:

  1. Von der Pferdeschw├Ąmme bis zum Galgen
  2. Vom Steinhof bis zum Schinderanger
  3. M├╝hlbach aufw├Ąrts - von der M├╝ndung bis zur Quelle
  4. Rundgang auf dem Friedhof

Im Jahr 2012:

  1. Fr├╝hlings-Weichbildwanderung, Vom Galgen bis zum hohen Rad
  2. Auf der alten Salzstra├če durch Wurzen
  3. Die Rietzschke aufw├Ąrts
  4. Rundgang auf dem Friedhof zum 125-j├Ąhrigen Jubil├Ąum, die Architektur der Feierhalle

Im Jahr 2013

  1. Wurzens Werktagsseite - die Stadt im S├╝den und Osten
  2. Stadtwald, Tonkeuthen, Ziegelteich
  3. Natur holt sich die Stadt zur├╝ck - Festtagsw├Ąldchen, Goldenes T├Ąlchen und Wachtelberg
  4. Friedhof, Grabst├Ątten als Orte der Erinnerung

7. Zur Arbeit mit der Homepage des Vereins

Seit 2009 hat der Verein einen eigenen Internetauftritt. Wolfgang Ebert und Dr. J├╝rgen Schmidt haben das Erscheinungsbild mit einem Grimmaer Internetspezialisten zusammengestellt. Ein Internetauftritt des Vereins bleibt aber nur lebendig, wenn im Rahmen der Homepage kontinuierlich Erg├Ąnzungen und Erneuerungen vorgenommen werden. Diesem Ziel sollte mit vielf├Ąltigen aktuellen Erscheinungen entsprochen werden. Die Beitr├Ąge in der Rubrik Ver├Âffentlichungen und Aktuelles besch├Ąftigen sich aber konsequent mit Wurzener Themen und hier ist vor allen Dingen Wolfgang Ebert zu danken, der immer wieder mit neuen Aufs├Ątzen zu einzelnen geschichtlichen Schwerpunkten der Stadt neue Inhalte ver├Âffentlicht.

Gegenw├Ąrtig sind eine Reihe Aufs├Ątze und Geschichtsbeitr├Ąge ver├Âffentlicht. Im Jahr 2013 soll eine engere Verkn├╝pfung der Homepage-Adresse "Das Wurzener Land" mit der Geschichtsvereins-Homepage erfolgen als auch eine inhaltliche Anreicherung durch die viel-f├Ąltigen Recherchearbeiten der Projektgruppe zum Wurzener Land. Es ist auch an eine komplette Neugestaltung der Homepage gedacht.


8. Zusammenfassung und Ausblick

Unser Verein hat sich mit fast 50 Mitgliedern in den letzten Jahren au├čerordentlich positiv entwickelt und seine Pr├Ąsenz in Wurzen und im Umland gest├Ąrkt. Diese Entwicklung soll weiter vorangetrieben werden. Mit festen Programmangeboten f├╝r die Vereinsmitglieder aber insbesondere meistens f├╝r alle Geschichtsinteressierten sind wir eine Institution, die sich vor allem auf ansprechendem intellektuellen Niveau den Themen der Stadtgeschichte und dem Umgang mit Zeugnissen der Stadtgeschichte widmet und so den Satzungszweck erf├╝llt. In den k├╝nftigen Jahren sind vor allem die Internetrepr├Ąsentation weiter zu vervollkommnen, da dies immer mehr zu einem bestimmenden Medium wird. Erg├Ąnzend werden Publikationen nicht vernachl├Ąssigt und ein weiterer H├Âhepunkt soll das Erscheinen der Ilgen-Biografie sein, der die Wirksamkeit des Vereins auch sachsenweit verdeutlicht. Immer wieder sind neue Vereinsmitglieder zu gewinnen, um die Arbeitsf├Ąhigkeit und Ausstrahlung des Vereins zu sichern. Eine enge Kooperation mit den weiteren Wurzener Einrichtungen der Stadtgeschichte, wie dem Domkapitel, dem Museum und seinem F├Ârderverein sowie Freundeskreis, der Kirchgemeinden sowie der Stadtverwaltung insgesamt, mit geschichtsinteressierten B├╝rgern, die uns, wie bisher schon geschehen, auch Dokumente und Archivalien aus Familienbesitz ├╝berlassen, ist fortlaufend neu zu organisieren. Die engere Ber├╝hrung mit den Geschichtslehrern in der Stadt bleibt ein permanente Aufgabe, zu mal bisher dabei unzureichende Erfolge sichtbar wurden.

Vorsitzender Dr. J├╝rgen Schmidt

Fotodokumentation zum Rechenschaftsbericht 2009 bis 2013. Das Jahr 2009

Fotodokumentation zum Rechenschaftsbericht 2009 bis 2013. Das Jahr 2010

Fotodokumentation zum Rechenschaftsbericht 2009 bis 2013. Das Jahr 2011

Fotodokumentation zum Rechenschaftsbericht 2009 bis 2013. Das Jahr 2012

Das Jahr 2013 bis 2015.(PDF Dokument)