Restaurierung der Postmeilensäule kann starten

Pressemitteilung des Wurzener Geschichts- und Altstadtvereins


Vor 285 Jahren wurde die Stadt Wurzen nach kurf√ľrstlichem Mandat verpflichtet, drei Postmeilens√§ulen zu setzen: vor dem Eilenburger Tor, vor dem Jacobstor und an der Dresdener Stra√üe neben der Wenceslaikirche. Ende des 19. Jahrhunderts wurden alle drei entfernt und zerschlagen. 1977 wurde im Park zu Machern der Sockel einer Posts√§ule wieder gefunden. Dieser Sockel wurde mit einem neuen Obelisken und einer wappengeschm√ľckten Spitze 1984 an der Wenceslaikirche neu aufgestellt.
Heute ist das Wappen stark verblichen, Altstadtfreunde dr√§ngten nach einer Sanierung. Das war Anla√ü f√ľr den Wurzener Geschichts- und Altstadtverein, diese Restaurierung in diesem Jahr auf den Weg zu bringen. Das Wappen mu√ü grundlegend gereinigt werden, eine Neuvergoldung steht an, die Farbgebung ist zu erneuern, aus dem Kreis mehrerer Anbieter wird der Wurzener Restaurator Heinz Ernst mit Beschlu√ü der n√§chsten Vorstandssitzung des Vereins dazu den Auftrag erhalten.
Die Kosten dazu kann der Verein allein nicht tragen. So wurde ein F√∂rdermittelantrag gestellt und der Vereinsvorsitzende Dr. J√ľrgen Schmidt konnte letzte Woche aus den H√§nden des Amtsleiters Hans-Otto Jurich die F√∂rdermittelzusage erhalten.
Die Bereitstellung der notwendigen Eigenmittel wird durch eine Vielzahl von Spenden abgesichert. Dabei sind viele Kleinspenden von 20 ‚ā¨ oder mehr genauso wichtig wie die Spende der Wurzener Wohnungsgenossenschaft von 250 ‚ā¨, allen daf√ľr ein Dankesch√∂n. Nat√ľrlich werden alle Spender auf einer Tafel am Denkmal verewigt, genau so wie es an der Wettins√§ule oder dem Pesth√§uschen erfolgte - alles Objekte, die unter Regie des Wurzener Geschichts- und Altstadtvereins saniert und erneuert wurden.
Bis zum Tag des offenen Denkmals am 13. September wird die Restaurierung fertig sein. Es w√ľrdiger Auftakt zum Stadtjubil√§um 2011.
Wer mehr dar√ľber erfahren m√∂chte, sollte in die Homepage des Geschichtsvereins schauen, wie versprochen steht dort auch ein neuer Spruch zum Wesen der Geschichte.

Dr. J√ľrgen Schmidt, Vereinsvorsitzender